“Es gibt Probleme”
Guy Demel fühlt sich missverstanden: “Ich weiß nicht, was los ist”, so der Ivorer, “aber es gibt Probleme. Und darüber möchte ich mit dem Trainer sprechen.” Probleme, die durch die vier Spiele Sperre aus dem Bochum-Spiel hervorgerufen wurden. “Seitdem hat sich für mich viel verändert”, sagt er, “aber nicht viel zum Guten”.
Demel fühlt sich als Rüpel abgestempelt. “Ich bin zum HSV gekommen und war bei null. Plötzlich wurde ich Stammspieler, hatte eine tolle Stellung. Ich verdanke dem HSV viel. Aber inzwischen zähle ich nicht mal mehr als Stammspieler. Ich weiß, dass ich große Konkurrenz habe, Jerome Boateng und Miso Brecko auch super spielen – aber ich muss sicher sein können, dass der Konkurrenzkampf fair ist. Bisher war alles gut. Aber wenn das nicht mehr so sein sollte, müssen wir eine Lösung finden.”
Und obwohl Demel zuletzt gegen Bielefeld sogar überraschend Piotr Trochowski vorgezogen wurde, wirkt er unglücklich. Selbst im Kabinentrakt werde er immer wieder mit dem Thema Undiszipliniertheit konfrontiert. “Die Mannschaft ist super, der Trainer ist gut, und es läuft richtig gut für uns. Aber für mich ist es schwer, momentan Vollgas zu geben für den HSV. Ich höre in der Kabine aber immer wieder, dass irgendwas nicht stimmt. Mir wurde sogar gesagt, ich soll mich in der Kabine nicht immer korrekt verhalten haben.” Ob er weiß, was damit gemeint sein könnte? “Nein. Aber es belastet mich. Und deshalb möchte ich das klären. Mit dem Trainer.”