Wortbruch

Huub Stevens forderte den DFB auf, Maxim Choupo-Moting vorzeitig freizustellen, um ihn gegen Wolfsburg einsetzen zu können. Doch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Bundestrainer Horst Hrubesch verweigerten Choupo-Moting die Heimreise. “Wir hatten im Vorfeld eine klare Absprache getroffen. Sollte das Turnier bereits entschieden sein und wir beim HSV personelle Probleme haben, würde Maxim die Freigabe erhalten. Davon will der DFB nun nichts mehr wissen”, erklärte Stevens.

Schon am Mittwoch habe er Kontakt zum DFB aufgenommen, Donnerstagmorgen ein weiteres Mal, “um sie an unsere Absprache zu erinnern. Ich frage mich: Wo bleibt die Fairness? Mit Trainern von anderen Verbänden, zum Beispiel dem belgischen und niederländischen, gab es in dieser Hinsicht keine Probleme. Da hielt man sich an Verabredungen.”

Nicht nur Stevens, auch Dietmar Beiersdorfer ist erstaunt: “Wir sind davon ausgegangen, dass die Absprache steht. Schließlich sind wir immer um einen vernünftigen Dialog bemüht. Es ist sehr enttäuschend, wenn es nicht so abläuft, wie es besprochen wurde.” Rechtlich kann der HSV im Übrigen nicht gegen den DFB vorgehen, für Juniorenspieler wie Choupo-Moting besteht Abstellungspflicht. Doch in diesem Fall geht es nicht um Paragrafen und Gesetze, sondern um Wortbruch.

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sowah