Versöhnung mit Atouba

Die Spieler saßen auf dem Rasen vor der Nordtribüne und lauschten den Rufen der HSV-Fans. “Urgestein!” “Jetzt erst recht!” “Nur der HSV!” Mehdi stand auf und begab sich hinter seinen Kollegen auf die Suche nach Atouba, der sich aber zierte, seinen berühmten Jubeltanz zu zelebrieren. Doch in einer Mannschaft mit Frank Rost in den Reihen gibt es kein Entrinnen. Der Torwart bugsierte Atouba unter Mithilfe von Mahdavikia mit beiden Händen nach vorne. Gänsehautfeeling, als der Kameruner wieder tanzte.

Vergessen waren alle negativen Ereignisse wie der Mittelfinger beim Champions-League-Spiel oder die Differenzen während des Trainingslagers in Dubai, als Atouba vorzeitig abreiste. “Tim ist ein geiler Typ, wir wollten ihn endlich wieder tanzen sehen”, sagte Mehdi Mahdavikia. “Eigentlich wollte ich meine Einlage gar nicht zeigen, ich hatte Schmerzen im Zeh”, kommentierte Atouba sein Zögern. Doch sein Lachen verriet, wie gut seiner Seele der Soloauftritt getan hatte. “Ich tanze, wenn ich glücklich bin, und das bin ich bei solchen Leistungen.”

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petric