Eins, zwei, eins – jetzt drei und raus
Stefan Wächter, zuletzt die Nummer eins des HSV, ist nur noch dritte Wahl und kann sich ab sofort einen neuen Arbeitgeber suchen. Das wurde ihm am Sonntagnachmittag von Thomas Doll und Dietmar Beiersdorfer mitgeteilt. “Ich habe das gefasst hingenommen, irgendwie war das für mich ein logischer Trainer- und Vereinsgedanke, das muss ich so akzeptieren”, sagte Wächter.
Ausschlaggebend war, dass Kirschstein einen Vertrag bis 2011 hat, Wächter aber den HSV im Sommer ablösefrei verlassen könnte. Wächter hat zwar Angebote anderer Klubs vorliegen teilte dem HSV aber im Gegenzug mit, dass er sich im Winter zu keinem Schnellschuss werde hinreißen lassen. Taktik. Denn so könnte Wächter zusätzlich eine kleine Abfindung vom HSV erhalten. “Ein bisschen was auf dem Zettel habe ich schon, aber wenn ich nicht hundertprozentig von meinem neuen Klub überzeugt bin, werde ich eben bis zum Sommer bleiben.”
Wächter war und ist stets ein fairer Sportsmann. “Natürlich mache ich mir über den einen oder anderen Fehler von mir Gedanken. Was man mir aber niemals vorwerfen kann, ist, dass ich zu wenig Einsatz für den HSV gezeigt habe. Ich war hier seit fünf Jahren der erste, der kommt und der letzte, der geht.” Jetzt wird er gehen müssen.