Eklat bei der Mitgliederversammlung

Die mit Spannung erwartete Mitgliederversammlung am Montagabend begann wegen des Massenandrangs zunächst mit einstündiger Verspätung und dann mit einem Eklat: Bei der obligatorischen Abstimmung über die Zulassung der Presse kam es zur ersten Kampfabstimmung des Abends. 689 Mitglieder stimmten zu, 791 dagegen. Ein einmaliger Vorgang in der Vereinsgeschichte, den Bernd Hoffmann konsterniert kommentierte: “Ich weiß, wir sind ein Klub, der eine sportliche Krise hat, aber ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass wir dokumentieren, kein Chaosklub zu sein.” Als Reaktion darauf erntete Hoffmann mehrheitlich Pfiffe und “Raus”-Rufe. Die rund 50 Reporter, Fotografen und Kamerateams, wurden mit “Auf Wiedersehen”-Gesängen aus dem Saal des Hamburger Congress Centrums geleitet.

3 Kommentare zu “Eklat bei der Mitgliederversammlung”

  1. Jörg Atouba Says:

    Heute Morgen im Radio sagte man, dass die 791 NEIN-Stimmen zum größten Teil aus dem Supporters-Bereich der Nordkurve kamen. Peinlich, peinlich.
    Die Sportliche Misere ist das Eine. Kritik nur hinter verschlossenen Türen zu üben aber schwach. Wenn die Basis mit der Vereinsführung nicht einverstanden ist, wäre diese ja nicht entlastet worden. So ist es ja nicht einmal zu einer Wahl gekommen.
    War jemand von Euch dabei?
    Es mutet momentan so an, als ob die Fans einen Abbruch der Veranstaltung provozieren wollten.

  2. Holger Says:

    Wenn ich mich als Aussenstehender da mal einmischen darf.
    Diese Aktion wird sicherlich zu einer öffentlichen Demontage des HSV und seinen Funktionären/Trainern/Spielern in den Medien (vor allem Bild) führen. Wenn die Presse eins nicht ausstehen kann, dann ist es ein Ausschluß. Das war ein klares Eigentor.

  3. Jörg Pagelsdorf Says:

    Sehr netter Artikel, der Holgers Aussage bestätigt.

    http://www.stern.de/sport-motor/fussball/:Mitgliederversammlung-HSV-Chaos-/578335.html

    Schade, Schade! Als nicht HSVer habe ich mir gerne die Spiele in der Arena angeschaut. 5 Stück im Jahr 2006. Atmosphäre, Lotto und das Stadion einfach spitze. Das Verhalten in Zeiten des Misserfolges ist aber von ALLEN Seiten unprofessionell.

    Es scheint sich die Vergangenheit zu bestätigen. Spielt der HSV ein gutes Jahr, steigen die Erwartungen bei Fans, Verein und Presse ins unermessliche. Geschehen nach dem ersten CL-Auftritt und jetzt wieder.

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westermann